Gynäkomastie - Behandlung und Korrektur in Karlsruhe

Gynäkomastie & Lipomastie

Unter Gynäkomastie versteht man einen "weiblichen Brustansatz" beim Mann. Allerdings gibt es hier Unterschiede.

 

Die Unterschiede

Grundsätzlich muss zwischen 2 verschiedenen Formen von Gynäkomastie (weiblicher Brustansatz beim Mann) unterschieden werden:

  • Vergrößerung der Brustdrüse beim Mann (auch als "echte Gynäkomastie" bezeichnet)
  • Vermehrte Fetteinlagerung (oftmals Folge von Übergewicht oder Gewichtsreduzierungen - oftmals auch als "Pseudogynäkomastie oder Lipomastie bezeichnet)

Zur Abgrenzung krankhafter Prozesse muss zunächst eine ärztliche Untersuchung der Brust erfolgen. Es wird hierbei nach einer krankhaften, bei Männern unnatürlichen Vergrößerung des Drüsenkörpers gesucht. Diese erfolgt per Abstasten oder Ultraschall.

Kurzinformation zur Behandlung von Gynäkomastie

OP-Art ambulante Operation
Narkoseform örtliche Betäubung
OP-Dauer 1,5 bis 2,5 Stunden
Arbeitsfähig nach der Operation Im Prinzip am Tag nach der Operation (körperlich anstrende Tätigkeiten abweichend)
Besonderheiten nach der Operation Tragen eines Kompressionhemdes für 4 bis 6 Wochen
Sportliche Aktivitäten je nach Op-Umfang 4 bis 6 Wochen nach OP
Kosten EUR 1500,- bis EUR 3500,-

Wie entsteht eine Gynäkomastie?

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum die Gynäkomastie entsteht. Häufig entsteht sie durch:

  • normalen Körperprozess bzw. Veranlagung
  • Folge von Medikamenteneinnahme
  • Folge von Drogen
  • Veränderung des Hormonhaushaltes

Unterschiedliche Formen und Ausprägungen

Grundsätzlich ist die Bildung nicht immer eine Krankheit - vielmehr kann sie auch eine normale Erscheinung im Rahmen einer körperlichen Veränderung sein. Folgende unterschiedliche Formen der Gynäkomstie gibt es:

Neugeborenengynäkomastie

Mehr als 50% der neugeborenen Jungen besitzen in den ersten Wochen nach der Geburt einen kleinen Brustansatz. Dieser ist nur vorübergehend und verschwindet von selbst. Ursache für die Bildung sind die weiblichen Hormone, welche durch die Schwangerschaft oder Muttermilch vom Kind aufgenommen wird.

Pubertätsgynäkomastie

Bei einigen männlichen Jugendlichen kommt es während der Pubertät zu einem Brustwachstum. Die Ursache hierfür ist die Veränderung der Balance der Sexualhormone. In der Regel bildet sich die Pubertätsgynäkomastie bis zum 20. Lebensjahr wieder zurück.

Altersgynäkomastie

Mit zunehmenden Alter verändert sich der Hormonhaushalt beim Mann. Durch das Enzym Aromatase wird Testosteron zu Östrogen umgewandelt, was zum Wachstum des Drüsengewebes führen kann.

Erbliche Gynäkomastie

Durch Erbanlagen bzw. der individuellen DNA können sich trotz männlicher Hormone weibliche Geschlechtsmerkmale bilden.

Gynäkomstie durch chronische Erkrankungen

Unterschiedliche chronische Erkrankungen (z. B. der Niere, Leber, etc.) kann sich der männliche Hormonhaushalt verändern. Durch diese Veränderung kann sich ein weiblicher Brustansatz bilden.

Gynäkomstie durch Medikamente, Drogen, Alkohol, Pflegeprodukte, etc.

Eine äußere Zufuhr von Hormonen oder Substanzen wie z. B. Tabletten, Drogen, Alkohol, etc., welche den Hormonhaushalt beeinflussen ist häufig die Ursache für die Bildung von Gynäkomastie.

Oftmals wird auch vergessen, dass in manchen Haut- und Haarpflegeprodukten weibliche Hormone enthalten sind. Diese können über die Haut in den Blutkreislauf gelingen und somit die Bildung von Gynäkomastie unterstützen.

Pseudogynökomastie

Bei einer Pseudogynäkomastie spricht man oftmals bei einer reinen Fettansammlung in der männlichen Brust, welche optisch nicht von Gynäkomstie zu unterscheiden ist. Bezeichnet wird die auch als Lipomastie.

Wie kann sie behandelt werden?

Ziel der operativen Behandlung einer Gynäkomastie ist eine natürliche Relation der männlichen Brust im Verhältnis zum Körperbau. Der optische Eindruck einer "weiblichen Brust" beim Mann soll korrigiert bzw. beseitigt werden. Grundsätzlich wird vorab untersucht, welche Form der Gynäkomastie vorliegt und ob sie behandlungswürdig ist. Grundsätzlich werden folgende Arten behandelt:

Echte Gynäkomastie

Die „echte“ Gynäkomastie ist meist die Folge einer hormonellen Veränderung, welche zu einer Vermehrung des Drüsengewebes führte. Hier wird das Brustgewebe durch einen chirurgischen Eingriff entfernt. Hierzu wird am Rand der Brustwarze ein kleiner Schnitt vorgenommen. Durch diesen wird das überschüssige Gewebe oder Körperfett entnommen. Zusätzliche Therapien könnten notwendig sein. Im Rahmen Ihrer individuellen Beratung klären wir diesen Punkt.

Pseudogynäkomastie (Lipomastie)

Die „falsche“ Gynäkomastie - auch als Pseudogynäkomastie oder Lipomastie bezeichnet. Sie beruht auf reinen Fetteinlagerungen in der männlichen Brust. Bei kleinen und mittleren Ausprägungen kann durch eine Fettabsaugung ein sehr gutes Ergebnis erzielt werden.

Am seitlichen Brustmuskelrand wird durch eine kleine Öffnung eine Flüssigkeit injiziert, welche die Fettzellen aufweichen. Nach einer entsprechenden Einwirkzeit werden diese mit einer dünnen Kanüle und zugleich eventuell überschüssiges Gewebe abgesaugt.

In einigen Fällen kann eine anschließende Hautstraffung erforderlich sein.

Komplikationen und Risiken

Die Verkleinerung der männlichen Brust ist ein relativ komplikationsarmer Eingriff.

Dennoch können aber wie bei jedem medizinischen Eingriff Risiken bzw. Komplikationen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Unvorteilhafte Narbenbildung, Pigmentstörungen oder Formveränderungen von Brust oder Brustwarze können entstehen. Falls eine unerwünschte Folgeerscheinung auftritt, so kann diese meist durch einen kleinen Korrektureingriff ausgeglichen werden.

Eine Schwellung im Brustbereich kann stellenweise für ca. drei bis sechs Monate auftreten.

Kosten / Preise: Wie viel kostet eine Behandlung und wer bezahlt sie?

Die operative Behandlung von Gynäkomastie dient meist zur Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes. Daher sind die Kosten des Eingriffes in der Regel durch den Patienten selbst zu tragen. Der Kostenrahmen richtet sich nach der Ausprägung der Gynäkomastie und des entstehenden Aufwandes. Daher kann dieser erst nach einer eingehenden Begutachtung durch unseren Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie genau definiert werden. Er bewegt sich in den meisten Fällen zwischen EUR 1500,- und EUR 3000,- inklusive aller Nebenkosten und Mehrwertsteuer.

Wir beraten Sie gerne über Ihre Möglichkeiten

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